
Personzentrierte Psychotherapie
in Salzburg
Anna Gatterbauer, MEd
Psychotherapie bei Autismus in Salzburg
Wenn die Welt eine andere Sprache spricht
Soziale Interaktionen sind total erschöpfend und laugen Sie aus? Sie haben das Gefühl in sozialen Situationen ständig am Analysieren zu sein: die Reaktion des Gegenübers, die Mimik und Gestik, das Gesagte, das Gemeinte, das Zwischen den Zeilen Kommunizierte. Dann noch das eigene Verhalten. Was wird erwartet, wie sollte ich sein, wie kommt es an? Ein anstrengendes Maskieren?
Am liebsten haben Sie feste Abläufe und Pläne? Veränderungen hingegen können Sie ziemlich durcheinander bringen?
Möglicherweise nehmen Sie bestimmte Sinneswahrnehmungen oder Emotionen besonders intensiv wahr?
Haben Sie vielleicht ein Spezialinteresse, das Sie besonders fasziniert?
Diese und viele weitere Aspekte können Teil des Autismusspektrums sein.
Autismus wird heute unter dem Begriff der Neurodiversität betrachtet. Das bedeutet: Neurologische Unterschiede sind keine bloßen „Defizite“, sondern natürliche Variationen des menschlichen Gehirns. Es geht um eine einzigartige Art der Informationsverarbeitung und Wahrnehmung.
Was ist Autismus?
Die Autismus-Spektrum-Störung ist nach dem ICD-11 gekennzeichnet durch anhaltende Schwierigkeiten wechselseitige soziale Interaktionen und soziale Kommunikation zu initiieren und aufrechtzuerhalten. Zudem zeigt sie sich durch eine Reihe von eingeschränkten, sich wiederholenden und unflexiblen Verhaltensmustern, Interessen oder Aktivitäten, die für den soziokulturellen Kontext der Person eindeutig untypisch oder exzessiv sind. Der Beginn liegt in der Entwicklungsphase, typischerweise in der frühen Kindheit, aber die Symptome können sich auch erst später vollständig manifestieren, wenn die sozialen Anforderungen die begrenzten Fähigkeiten übersteigen. Die Schwierigkeiten sind so schwerwiegend, dass sie zu Beeinträchtigungen in wichtigen Funktionsbereichen führen (WHO, 2021).
Wie fühlt es sich an?
Wie wir die Welt wahrnehmen, variiert von Person zu Person sehr stark - so auch für Personen im Autismusspektrum. Das Wort Spektrum verdeutlicht hierbei die Breite an Ausprägungen, wie autistische Personen die Welt wahrnehmen. Mögliche Situationen, in denen sich autistische Menschen wiederfinden könnten, können wie folgt aussehen:
Die soziale Batterie: „Ein Abend mit Freunden oder ein Tag im Büro? Danach brauche ich viel Ruhe und Rückzug, um mich zu regenerieren.“ Manchmal haben autistische Menschen das Gefühl, sich soziale Regeln mühsam angelernt zu haben. Das ständige Analysieren des sozialen Gefüges, der Gestik, Mimik und den gesprochenen Worten kostet viel Energie. Gruppen mit mehreren Personen sind folglich besonders erschöpfend. Soziale Aktivitäten und das ständige Maskieren um sich möglichst “passend” zu verhalten („Masking“) sind anstrengend.
Klare Kommunikation: „Warum sagen Menschen oft nicht einfach, was sie meinen? Smalltalk und versteckte Botschaften sind für mich oft wie ein Rätsel, das ich logisch lösen muss.“ Sprichwörter, Mehrdeutigkeit oder Sarkasmus bereiten manchmal Schwierigkeiten.
Feste Abläufe: „Wenn sich Pläne kurzfristig ändern, fühlt sich das an, als würde mir der Boden unter den Füßen weggezogen.” Routinen sind ein wichtiger Anker, der Sicherheit bietet.
Spezialinteressen: „Wenn ich mich mit meinem Thema beschäftige, vergesse ich Zeit und Raum. Es gibt mir Energie und Freude, tief in Details einzutauchen, die andere vielleicht gar nicht bemerken.“
Der Blick fürs Detail: “Es fällt mir leicht Details zu erkennen. Das große Ganze im Blick zu behalten, ist hingegen gar nicht so leicht.“
Die Wahrnehmung von Sinneseindrücken und Emotionen: “Ich gehe immer in den gleichen Supermarkt, da weiß ich wenigstens, wo ich was finden kann. Das grelle Licht in den Augen, die leuchtenden Farben von all den Produkten, der Lautsprecher, der auf mich einschreit und dann noch die Menschen, die herumirren – das ist mir einfach alles zu viel." Menschen im Autismusspektrum nehmen Sinneseindrücke und Emotionen möglicherweise besonders intensiv wahr.
„Das Summen der Lampe kann ich nicht einfach ausblenden. Mein Gehirn nimmt diese Reize oft ungefiltert auf, was schnell zu einer inneren Reizüberflutung führen kann.“ Eine Abschirmung von all diesen Reizen kann dann als besonders wohltuend empfunden werden.
In Anbetracht der Symptome gilt es auch die Qualität und Intensität zu beachten. Diese ist so schwerwiegend, dass sie zu Beeinträchtigungen in persönlichen, familiären, sozialen, ausbildungsbezogenen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen führen.
Was wir in der personzentrierten Psychotherapie tun
Da das Spektrum von Autismus ein sehr breites ist, und die Ausprägungen von Person zu Person sehr unterschiedlich sind, versuchen wir in der personzentrierten Psychotherapie gemeinsam, Ihre individuelle Erfahrung zu verstehen. Da Sie Autismus seit Kindheitstagen begleitet und nicht erst im Erwachsenenalter entsteht, soll in der Psychotherapie auch Raum sein, sich den Erfahrungen zuzuwenden, die das eigene Selbstbild und den Selbstwert geprägt haben. Oft kennen Betroffene das Gefühl „nicht passend zu sein“ oder sich ständig verstellen zu müssen (Masking).
Im geschützten psychotherapeutischen Rahmen, getragen von Empathie, bedingungsloser Wertschätzung und Kongruenz, wenden wir uns Ihren innersten Gefühlen, Bedürfnissen und Wahrnehmungen zu. Gemeinsam erkunden wir, wo Sie stehen, wie Sie dorthin gekommen sind und wohin Sie weitergehen möchten. Der psychotherapeutische Prozess ermöglicht es, Gedanken und Erfahrungen, die bisher blockiert waren, erlebbar zu machen und neu zu integrieren. Ziel ist es, einen wertschätzenden Umgang mit sich selbst zu finden – mit den Herausforderungen, aber auch mit den besonderen Stärken, die das Autismusspektrum mit sich bringt.
In meiner Praxis für Psychotherapie in Salzburg begleite ich Sie auf Ihrem Weg.
WHO World Health Organization. (2021). International Classification of Diseases, Eleventh Revision (ICD-11). https://icd.who.int/en, accessed 2026-05-06
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„Es geht nicht darum,
die Gefühle aus dem Kopf zu bekommen
oder sie darin zu verstecken,
sondern darum, sie mit Akzeptanz zu durchleben."
Carl R. Rogers
Rahmenbedingungen
Schweigepflicht
Die psychotherapeutische Beziehung ist zutiefst vertraulich und unterliegt der gesetzlichen Schweigepflicht.
Kosten
Eine Einheit dauert 50 Minuten
und kostet 120 Euro.
Von ihrer Krankenkasse können Sie einen Teil der Kosten zurückerstattet bekommen.
Aktueller Kostenzuschuss:
ÖGK € 33,70 – SVS € 50,00
BVAEB € 50,20 – KFA € 39,00
[Stand: Jänner 2026]
Erstgespräch
In einem psychotherapeutischen Erstgespräch lernen wir uns kennen, besprechen Ihre Anliegen und die Rahmenbedingungen.
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Falls Sie eine Einheit nicht wahrnehmen können, bitte spätestens 24 Stunden vorher absagen. Andernfalls muss die Einheit in Rechnung gestellt werden, da der Termin für Sie reserviert ist.
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Über mich
Biografie
In die Berufsliste eingetragene
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in freier Praxis
Laufend: Master
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Österreichischer Bundesverband
für Psychotherapie
Mitgliedschaft FORUM
Personzentrierte Psychotherapie,
Ausbildung und Praxis
Fachspezifikum FORUM, Wien
Propädeutikum APG, Wien
Master of Education, Universität Salzburg
Erfahrungsbereiche
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Suchterkrankungen, Gerontopsychiatrie
Panta rhei - Psychotherapie für
Jugendliche & junge Erwachsene
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Menschen mit Schizophrenie
Sonderpädagogik Lerngemeinschaft 15
Schwerpunkt Autismus-Spektrum

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